Kennst Du das?

Du sitzt mit anderen Menschen zusammen und irgendwann erzählt jemand von etwas Schönem.

Von einem tollen Urlaub.
Von einem schönen Erlebnis.
Von einem Erfolg bei der Arbeit.
Oder einfach von einem Moment, der richtig gutgetan hat.

Und plötzlich kommt ein „Aber“.

„Ja, das war wirklich schön, aber …“
„Ich hatte da einfach Glück.“
„So besonders war es jetzt auch nicht.“

Warum machen wir das eigentlich?

Wenn etwas nicht gut läuft, erzählen wir oft ganz selbstverständlich davon. Wir sprechen darüber, was uns nervt, was schwierig ist, was nicht funktioniert oder was uns Sorgen macht.

Und das ist auch gut so. Natürlich dürfen wir darüber sprechen. Es gibt schließlich genug Dinge im Leben, die uns beschäftigen und bei denen es guttut, wenn jemand zuhört.

Aber ich frage mich manchmal:

Warum fällt es uns eigentlich so schwer, genauso selbstverständlich über die Dinge zu sprechen, die gut laufen?

Warum können wir nicht einfach sagen:

„Das war richtig schön!“

Und es dabei belassen?

Ohne Erklärung.
Ohne Relativierung.
Ohne schlechtes Gewissen.

Ich mag positive Geschichten

Ich persönlich höre sehr gerne zu, wenn Menschen von Dingen erzählen, die sie glücklich machen.

Ich finde es spannend, was Menschen erleben, was sie zum Lachen bringt, worauf sie stolz sind oder welche kleinen Momente ihnen den Tag versüßt haben.

Und ich finde es immer wieder erstaunlich, was einem im Alltag alles begegnen kann, wenn man die Augen dafür offen hält.

Ein nettes Gespräch.
Ein Sonnenstrahl genau im richtigen Moment.
Ein Lied, das plötzlich gute Laune macht.
Ein Mensch, der einem genau dann eine Nachricht schreibt, wenn man an ihn oder sie denkt.
Ein Problem, das sich überraschend einfach lösen lässt.
Oder auch etwas ganz Großes, auf das man lange gewartet hat.

All diese Dinge passieren.

Manchmal bemerken wir sie. Und manchmal gehen sie einfach an uns vorbei.

Was passiert, wenn wir unseren Blick verändern?

Ich habe deshalb einmal ein kleines Experiment gemacht. Eine Zeit lang habe ich mir jeden Tag bewusst überlegt:

Was war heute gut?

Nicht: Was war perfekt?
Nicht: Was lief alles gut?
Und auch nicht: Was muss ich jetzt unbedingt positiv sehen?

Einfach nur:

Was war heute gut?

Manchmal war die Antwort ganz unspektakulär. Aber genau das fand ich so schön. Es müssen ja nicht immer die großen, besonderen Ereignisse sein.

Vielleicht war es der Kaffee am Morgen, der besonders gut geschmeckt hat.
Vielleicht ein Spaziergang.
Vielleicht ein herzliches Lachen.
Vielleicht ein Moment, in dem etwas leichter war als gedacht.

Wenn wir anfangen, danach zu suchen, stellen wir vielleicht fest, dass es ziemlich viele solcher Momente gibt.

Positiv sein bedeutet nicht, dass alles gut ist

Dabei ist mir eines besonders wichtig: Ich möchte nicht sagen, dass wir einfach positiver denken sollen. Denn natürlich gibt es schwierige Zeiten. Dinge tun weh. Menschen sind traurig, wütend, enttäuscht oder erschöpft.

Das darf alles sein.

Positives wahrzunehmen bedeutet für mich nicht, Negatives auszublenden.

Es bedeutet vielmehr, dem Guten genauso einen Platz zu geben. Beides darf nebeneinander existieren. Ein Tag kann anstrengend gewesen sein und trotzdem einen wunderschönen Moment gehabt haben. Etwas kann schwierig sein und gleichzeitig etwas Gutes mit sich bringen. Und wir dürfen uns über etwas freuen, auch wenn gerade nicht alles perfekt ist.

Genau dafür möchte ich einen Raum schaffen

Ich habe Lust auf einen Abend, an dem wir genau das ausprobieren. Einen Abend, an dem wir nicht zuerst darüber sprechen, was alles nicht funktioniert.

Sondern darüber, was schön war.
Was uns gefreut hat.
Was uns überrascht hat.
Was uns zum Lachen gebracht hat.
Was uns gutgetan hat.
Und vor allem: ohne uns dafür zu entschuldigen.

Daraus ist mein Positiver Abend entstanden.

In der Woche davor hält jede:r für sich jeden Tag mindestens eine Sache fest, die gut war. Ein paar Stichpunkte oder ein Foto reichen völlig aus.

Und beim gemeinsamen Online-Treffen erzählen wir uns davon.

Wir hören einander zu, freuen uns miteinander und lassen uns von den schönen Momenten der anderen inspirieren.

Glücklich sein und sich freuen ist ausdrücklich erlaubt.

Ich bin gespannt, was passiert, wenn wir einer Stunde lang gemeinsam den guten Dingen Raum geben.

Vielleicht hast du ja Lust, es mit mir auszuprobieren.

Der Positive Abend findet immer einmal im Monat an einem Freitag um 18:30 Uhr online statt und dauert 60 Minuten. Die Teilnahme kostet 7 € pro Person.

Wenn du dabei sein möchtest, melde dich gerne bei mir.

Ich freue mich auf Dich und auf all die guten Erlebnisse, die wir miteinander teilen werden.


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