Viele Klient:innen, die zum ersten Mal kunsttherapeutisch arbeiten möchten, sind zunächst vorsichtig und fragen sich, was sie erwartet. Oft gibt es Erinnerungen an den Kunstunterricht in der Schule, wo die Erwartung der Lehrperson erfüllt werden sollte und Bewertung einen großen Raum einnahm.

Hier versuche ich zu Beginn immer, diese Angst zu nehmen, indem ich betone, dass kunsttherapeutisches Coaching ein bewertungsfreier Raum ist. Strichmännchen und intuitiv Gemaltes sind genauso willkommen, wie detailorientiert gemalte Bilder. Wichtig ist mir, dass sich jeder Mensch willkommen und angenommen fühlt.

Kommt es dann zu einer Blockade und jemand weiß nicht, wie er anfangen soll, unterstütze ich einfühlsam und individuell. Gemeinsam finden wir einen Weg, ins Tun zu kommen – ohne Druck und ohne den Anspruch, etwas „richtig“ machen zu müssen.

Und wenn am Ende ein stolzes „Wow, das habe ich selbst erschaffen!“ im Raum steht, ist das für mich jedes mal etwas Besonderes. Diese strahlenden Gesichter zu sehen und mitzuerleben, wie jemand über das Medium Kunst einen eigenen Ausdruck findet, ist unbeschreiblich schön.

Falls also auch in Dir gerade ein kleiner Perfektionist sagt: „Das kann ich doch sowieso nicht…“, dann schau Dir gerne die folgende Liste an.

Was du für das kunsttherapeutische Coaching nicht musst:

Du musst nicht perfekt sein.

Du musst nicht direkt wissen, was du fühlst.

Du musst nicht irgendetwas machen, was besonders toll in deiner Wohnung oder deinem Haus aussieht.

Du musst Dein Werk niemanden sonst zeigen.

Du musst keine Worte finden, um etwas zu erklären.

Du musst nicht alles auf einmal verstehen.

Was im kunsttherapeutischen Coaching sein darf:

Du darfst skeptisch sein.

Du darfst vorsichtig sein.

Du darfst Dir Raum und Zeit für
Dich selbst nehmen.

Du darfst Dich ausprobieren.

Du darfst Spaß haben.

Du darfst so sein, wie Du bist.

Du darfst sein.


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